27. Januar 2015

“ICH WETTE HIERMIT UM 20.000 PFUND,
DASS ICH IN HÖCHSTENS 80 TAGEN UM DIE ERDE REISEN WERDE”

Mit diesen Worten verließ Phileas Fogg den Reform Club in London und machte sich mit seinem Kammerdiener Passepartout auf den Weg, um diese Wette einzulösen.

“Die Erde ist kleiner geworden, weil wir sie heute zehn Mal schneller umrunden können als noch vor 100 Jahren” schrieb Jules Verne in seinem Bestseller “In 80 Tagen um die Welt”.

Der französische Schriftsteller teilte eine im ausgehenden 19. Jahrhundert weit verbreitete Weltsicht. Damals ließen Eisenbahnen, Postdampfer und Telegrafen die Welt rasant zusammenschrumpfen und legten als “Viktorianisches Internet” den Grundstein für unser heutiges World Wide Web.

Die Geschichte und Geschichten der Globalisierung werden in der Ausstellung In 80 Dingen um die Welt. Der Jules-Verne-Code lebendig.

Auf den Spuren von Vernes Roman lädt die Ausstellung, die das Interesse zahlreicher Westwind-Mitglieder fand, zu einer Entdeckungsreise um den Globus und durch die Zeit ein.

Auf dem Weg durch die Ausstellung trifft man auf Fundstücke wie einen Reiseschreibtisch, einen Gehstock mit integriertem Kompass oder ein Stück des Unterseekabels, das Europa mit Amerika auf einer Länge von 3000 Kilometern verband.

Neben den 80 Dingen, die die Reise um die Erde nachzeichnen, zeugen viele weitere Exponate von der Vermessung, Vernetzung und Beschleunigung der Welt und berichten von der Begegnung Europas mit fremden Ländern und Kulturen.

Moderne Geoinformationssysteme und Computeranwendungen wie eine gestengesteuerte Weltkarte oder das “Urban Observatory”, eine vergleichende Darstellung zahlreicher Großstädte, führen schließlich vor Augen, wie wir die Welt heute bequem per Mausklick in Echtzeit entdecken können.

Konrad Beikircher

Autor, Musiker und Kabarettist aus Bonn; Westwind-Ehrenmitglied!

Wir Rheinländer haben Berlin gegründet. Jetzt wird es Zeit, es zum Leben zu erwecken, denn: ohne Wind ussem Westen lööf in Berlin gar nix!