05. November 2015

Die Berliner Zeitungsdruckerei wurde 1946 gegründet. Inzwischen sorgen 110 Mitarbeiter dafür, dass jährlich rund 270 Millionen Zeitungen und 250 Millionen Beilagen gedruckt  und verarbeitet werden.

Zu den Auftraggebern gehören unter anderem die Berliner Zeitung, der Berliner Kurier und das Berliner Abendblatt.

Bevor eine Tageszeitung auf dem Frühstückstisch liegt, wird sie gestaltet und gedruckt. Was einfach klingt, ist ein hochkomplexer und spannender Vorgang, der im Verlauf einer zweistündigen Führung durch das Druckhaus der BVZ Berliner Zeitungsdruck GmbH von interessierten Mitgliedern des Westwind e.V. erkundet wurde.

An die Begrüßung im Foyer schloss sich ein Vortrag zum Thema "Tagesablauf in einer Zeitung” an, in dessen Verlauf Einzelheiten zum Redaktionsalltag und den verschiedenen Abläufen, bevor die Printmedien in Druck gehen, ausführlich und interessant erläutert wurden.

Anschließend wurde zur Besichtigung der Stationen Herstellung, Papierlager, Druckerei und Weiterverarbeitung eingeladen, um live den Druck der Tageszeitung als Produkt in den Produktionshallen kennenzulernen.

Angefangen bei der Herstellung der Druckplatten mittels Hochleistungstechnologie CTP (Computer to Plate) führte der Weg über die Abteilung Druck, wo ein gigantischer Eindruck von der 134m langen und knapp 14 Meter hohen Colorman Rotationsmaschine gewonnen werden konnte.

Im Anschluss daran konnte beobachtet werden, wie die einzelnen gedruckten Zeitungen und die angelieferten Beilagen zu einer kompletten Zeitung zusammengeführt werden und zu guter Letzt die fertigen Zeitungen zum Paket gestapelt, in Folie eingeschweißt und gebunden auf die Rampe zu den wartenden Lieferfahrzeugen transportiert werden.

Nach der ausführlichen Beantwortung noch offener Fragen im Rahmen einer abschließenden Gesprächsrunde verließen die Teilnehmer, überzeugt, ihre Tageszeitung von nun an mit ganz anderen Augen zu sehen, das Druckhaus mit einem Abschiedsgeschenk in den Händen: je einer druckfrischen Frühausgabe der “Berliner Zeitung” und des “Berliner Kurier”.

Sebastian Frevel

Geschäftsführer von Beust & Coll.

Durch das politische Berlin weht beizeiten ein rauer Wind. Etwas "Westwind" ist da - gerade für uns Nordrhein-Westfalen - eine fröhliche und willkommene Brise.