5. Juni 2016

Heinrich Heine war gern in Berlin – von 1821 – 1823, 1824 und 1829.
Hier begann sein Dichterleben. Es ist reizvoll, seinen Spuren zu folgen.

So zu lesen in einem kleinen Büchlein mit dem Titel: “AUF DEN SPUREN HEINRICH HEINES IN BERLIN”, dessen Autor Prof. Roland Schiffter, Präsident der Sektion Berlin/Brandenburg der Heinrich-Heine-Gesellschaft, die Mitglieder des Westwind e.V. zu dieser interessanten und informativen Stadtwanderung eingeladen hat.

Viele Steine,
müde Beine,
Aussicht keine,
 
Harry Heine

Dieser Eintrag Heinrich Heines ins Gästebuch nach seinem Aufstieg auf den Brocken traf auf die Stadtwanderer nur teilweise zu. Müde Beine ja, viele Steine (die anzusehen waren) auch, dafür aber doch gute Aussichten.

Nikolaiviertel, Lange Brücke, Berliner Schloss, Dom, Lustgarten

Schlossbrücke (vormals “Hundebrücke”, da sich hier die Jäger mit den Jagdhunden des Kurfürsten bzw. Königs sammelten, wenn es zur Jagd in den Tiergarten ging), Zeughaus und Kupfergraben waren die Stationen auf Heines Weg, die uns zum Heinedenkmal, das zwischen Kastanienwäldchen, Schinkels “Neuer Wache” und dem Ostflügel der Universität zu finden ist, führten.

Weiter wanderten wir entlang Unter den Linden, vorbei an der Universität mit Blick auf das Opernhaus bis zum Pariser Platz mit dem Brandenburger Tor. In der Behrensstraße am Haus Nr. 71/72 die Entdeckung einer Heine-Gedenktafel

Schließlich endete unsere Stadtwanderung am Gendarmenmarkt, wo Heine noch vielfältige Spuren hinterlassen hat.

Konrad Beikircher

Autor, Musiker und Kabarettist aus Bonn; Westwind-Ehrenmitglied!

Wir Rheinländer haben Berlin gegründet. Jetzt wird es Zeit, es zum Leben zu erwecken, denn: ohne Wind ussem Westen lööf in Berlin gar nix!