24. September 2016

Eine interessierte Mitgliedergruppe des Westwind e.V. hat am Samstag, den 24. September 2016 am Vormittag in der Philharmonie an einer Generalprobe des Deutschen Symphonie Orchester Berlin (DSO) teilgenommen.

Unter der Leitung des niederländischen Dirigenten und Cembalisten Ton Koopman zeigte das DSO ein breites Spektrum barocker Konzertkunst mit Stücken im französischen und italienischen Stil aus der Welt des Theaters und des Konzerts.

So standen Werke von Jean-Féry Rebel (1666-1747), Johann Nepomuk Hummel (1778-1837), Jean-Philippe Rameau (1683-1764), Antonio Vivaldi (1678-1741) und Georg Friedrich Händel (1685-1759) auf dem Spielplan.

Jean-Féry Rebels Stück “Le chaos” (1738) ist die Ouvertüre für ein Ballett über die vier Elemente. Rameaus Tänze (“Les Indes galantes”, 1735) über Völker, Herrscher und Sitten aus aller Welt, sind ebenfalls Teil einer großen Ballettoper, die gerne auch einen ganzen Abend füllt. Ton Koopman hat für das Konzert des DSO eine eigene Auswahl getroffen.

Die drei Concerti a due cori von Händel sind von ihm selbst im Wesentlichen als Zwischenmusiken für Opern- oder Oratorienaufführungen komponiert worden. Auch eine zusammenhängende konzertante Aufführung sah er als Aufführungsmöglichkeit. Und so verbinden sich bei ihm beide Welten, Theater und Konzert. Zwei Bläserensembles haben hier die Gelegenheit, sich virtuos gegenüber den Streichern hervorzutun.

Die Konzertform, wie sie in der Barockzeit in ganz Europa gepflegt wurde und bis in die klassische Ära als Vorbild wirkte, nahm ihren Ursprung in Italien. Vivaldi war einer ihrer prägendsten Meister mit dem größten Einfluss auf nachfolgende Komponisten. Im Konzert ist er auf zweierlei Art vertreten – sowohl in der Originalgestalt seiner Werke als auch in deren Bearbeitungen, die den ursprünglichen Notentext klanglich und strukturell erweitern.

Im Zentrum des Konzerts stehen zwei Instrumente, deren Seiten nicht durch das Streichen mit einem Bogen, sondern durch Anreißen mit einem Kiel oder einem Plektrum in Schwingung versetzt werden: die Mandoline und das größere, mechanisch ausgestattete Tasteninstrument, das Cembalo.

Die Mandoline in zwei Werken von Hummel und Vivaldi wird von Avi Avital virtuos beherrscht. Der Dirigent selbst sitzt an einem der vier Cembali, die in einem Concerto für vier Cembali, Streicher und Basso continuo in a-Moll bearbeitet von Johannes Sebastian Bach BMV 1065 zum Einsatz kommen und die Bühne beeindruckend beherrschen.

Die sich über drei Stunden erstreckende Generalprobe hat einen hervorragenden Einblick in die intensive Arbeit auf der Konzertbühne vermittelt. Konstruktive Zusammenarbeit prägte den gesamten Vormittag und es war wunderbar mitanzusehen und mitanzuhören, wie kollegial und freundschaftlich Musiker und Dirigent an letzten Feinheiten feilten.

Text: Mitglied Cosima Stromer
Fotos: Mitglied Volker Oerter

Petra-Sabine Ullrich

Tätig für die CDH e.V. – Der Verband für Vertriebsprofis

Ich bin gerne im Verein Westwind. Es ist immer wieder schön, ab und an Heimatgefühle vermittelt zu bekommen und Kölsche Töne zu hören. Die regelmäßigen Stammtische sind stets eine Bereicherung. Schnell ist man in Kontakt mit sympathischen Menschen, die alle eines verbindet: die Liebe zu NRW.