14.6.2019

Am 14. Juni 2019 ging es am Spätnachmittag mit Zug und Bus auf die AGRO-FARM nach Nauen. 20 Mitglieder waren der Einladung auf Initiative von Norbert Lemken gefolgt, um sich von Bauer Dirk Peters und seiner Tochter Stefanie, die demnächst in Tübingen im Fach Biochemie promoviert, nachhaltiges Landwirtschaften erklären zu lassen. Mit Unterstützung der Bayer ForwardFarming betreibt der Landwirt jetzt in vierter Generation Anbauverfahren, die ökologische und soziale Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg verbinden. Die Agro-Farm Nauen wurde 1991 gegründet und umfasst ca. 2370 ha, die u.a. mit Blühflächen als Nahrungsraum und Nesthilfen für Insekten und Vögel ökologisch aufgewertet wurden.

Ein Schwerpunkt ist der nachhaltige Rapsanbau als Nahrungsmittel oder für die Biodieselproduktion. Mehrmals wies Bauer Peters auf die politischen Restriktionen hin, die dazu führten, dass Landwirte immer mehr Ertragseinbußen hinnehmen müssten, die immer häufiger zur Folge hätten, "dass Kollegen ganz dicht machen müssten". Um einigermaßen sicher und erfolgreich wirtschaften zu können, könne sich der finanzielle Erfolg nur dann einstellen, "wenn Landwirte mehr als ein Standbein hätten". Deshalb setzt Bauer Peters zusätzlich auf erneuerbare Energien.

Schon von Weitem sieht man, eingebettet in Felder mit Windmühlen, die Dächer und Freilandflächen mit Sonnenkollektoren bestückt. Neben Rohstoffen wie Raps für Biodiesel produziert Dirk Peters auch schnell wachsende Hölzer und betreibt eine Biogasanlage. "Mit Erfolg: In Zeiten, in denen Preise für Getreide eine konjunkturelle Delle erfahren, erwirtschaftet der Hof mit diesem Standbein stabile Gewinne - und sichert so der mehr als 20-köpfigen Belegschaft die Arbeitsplätze" (Agro-Farm GmbH Nauen).

Nach einem Kurzvortrag von Bauer Peters und anschließender Diskussion mit ihm, seiner Tochter und Norbert Lemken ging es mit dem Bus raus ins Gelände, wo die drei die Theorie in der Praxis erläuterten. Ein spannender Nachmittag klang am Abend aus bei einem leckeren Grillbuffet und einem zünftigen Bier und weiteren Gesprächen über nachhaltiges Wirtschaften auf dem Land, in der Stadt und am Arbeitsplatz (rk).

Margarete Schwind

SCHWINDKOMMUNIKATION, Berlin

Die Veranstaltungen auf der Westwind-Seite sind so verlockend. Hätte ich mehr Zeit – ich wäre bei den Besichtigungen immer dabei!