Veranstaltungsberichte

24. März 2018

Es ist früher Samstagnachmittag als sich 17 Westwindler und Gäste vor dem ehemaligen Ministerium für Staatsicherheit – MfS – der DDR, Haus 1 der „StaSi-Zentrale“ an der Normannenstraße treffen. Der graue Himmel unterstreicht die Tristesse der Plattenbau-Kulisse. Beim Betreten des „repräsentativen Foyers“ werden die Besucher durch einen dort ausgestellten „GTW“ – Gefangenentransportwagen - gleich mit der Wirklichkeit der ausgefeilten Überwachungs- und Einschüchterungs- und Unterdrückungsapparates der DDR konfrontiert.

25. Januar 2018

Wenn er zwischen Skat oder Schach wählen soll, bevorzugt er Schach. Angesichts der Alternative Pils oder Alt greift er zum Pils. Vor die Frage gestellt, ob seine musikalischen Vorlieben eher Richtung Grönemeyer oder Biermann tendieren, entscheidet er sich für Wolf Biermann – und das als gebürtiger Bochumer! Norbert Lammert ist eben immer für eine Überraschung gut. Beim 5. Westwind-Neujahrsempfang, der am 25. Januar im Europasaal der „Botschaft des Westens“ stattfand, war der langjährige Bundestagspräsident Gast bei der Talkreihe „NRW – ganz persönlich“. Im Gespräch mit Klaus Brückner, dem stellvertretenden Westwind-Vorsitzenden, gab der CDU-Politiker erhellende „Einblicke in Erlebnisse, Erfahrungen, Erkenntnisse“; so lautete der Untertitel des Gesprächs.

In einer kleinen Kapelle im Ostwestfälischen ist ein Brand ausgebrochen – gelegt zur Vertuschung eines Mordes. Guter Stoff für den achten Westwind-Krimiabend im Rahmen des „Krimimarathon Berlin-Brandenburg”.

26. Oktober 2017

„Hau ab, Du bist ja doch bald wieder hier“ – mit dieser „herzlichen“ Ermutigung wurde Jörg Rommerskirchen Anfang 1957 als 15jähriger und ältestes von sieben Kindern von seinem Vater ins Leben entlassen. Das muss eine starke Motivation für einen außergewöhnlichen Berufsweg und eine besondere Karriere gewesen sein. Jörg Rommerskirchen stellte sich und seinen beruflichen Werdegang am 26. Oktober im Rahmen der Westwind-Reihe „Mitglieder stellen sich vor“ in der „Botschaft des Westens“ launig und mit vielen Anekdoten gespickt vor.

„Am Tag danach war nichts mehr so, wie es vorher war“ – so fasste unser Westwind-Mitglied Dr. Ingolf Burstedde seine persönlichen Erinnerungen an den Tod des Studenten Benno Ohnesorge am 2. Juni 1967 zusammen. Ohnesorge war als Teilnehmer einer Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien gegenüber der Deutschen Oper in der Nähe des William-Shakespeare-Platzes in einem Hinterhof von Karl Heinz Kurras, einem Berliner Schutzpolizisten, der viele Jahre später als Stasi-Mitarbeiter enttarnt wurde, aus nächster Nähe erschossen worden.

Margarete Schwind

SCHWINDKOMMUNIKATION, Berlin

Die Veranstaltungen auf der Westwind-Seite sind so verlockend. Hätte ich mehr Zeit – ich wäre bei den Besichtigungen immer dabei!